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News

 

 

Staats und Stadtwagen aus dem hannoverschen Marstall

vom: 03.09.2010, 16:34

 

 

 

Theodor Heinze beschreibt 1846 den Wagen und Wagenpferde Bestand als einen der schönsten seiner Zeit und kein anderer Hof in Deutschland hatte nach Heinze  mehr 8 oder 6 spännige Züge .Wir möchten Ihnen die Auflistung der Pferdezüge und einige der Wagen, die sich noch erhalten haben vorstellen.
 


 

 


Ein Zweispänner Brustblattgeschirr

vom: 01.09.2010, 20:37

 

 

Ein Zweispänner Brustblattgeschirr mit gespaltenen Halsriemen und  Seitenblatt Ringen von Sattlermeister Carl Kuntze Penig in Sachsen

H.B. Quelle :alter Katalog Verfasser

wenn Sie noch andere Geschirre sehen wollen

Hier geht es zur Bildergalerie


 

 

 


Holmes London

vom: 31.08.2010, 18:25

 

 

Die Firma - Holmes, H. & A, 38, Margaret-street  in London , zählte im 19 Jahrhundert zu den großen Kutschen-Fabrikanten in London.
 


 

 


Omnibus-SchaffnerTasche

vom: 28.08.2010, 08:58

 

Heute stelle ich Ihnen ein Sammler --Objekt vor, das recht ungewöhnlich ist.
 

 


 

 


Neue Galerie Caleche

vom: 26.08.2010, 09:02

 

 

 

Wir haben eine neue Fotogalerie unter Kutschentypen angelegt.   Caleche

noch im Anfangsstadium aber Sie können schon mal reinschauen. viel Spaß  H.B.P.

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Zweispänner Brustblattgeschirr

vom: 26.08.2010, 07:50

 

 

 

Ein Zweispänner Brustblattgeschirr mit einfachen Halsriemen  Sattlermeister Carl Kuntze Penig in Sachsen

H.B.   Quelle :alter Katalog Verfasser

wenn Sie noch andere Geschirre sehen wollen.

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Hilfe zur Bestimmung von Binder Fahrzeugen

vom: 25.08.2010, 13:43

 

Herr Jean Pierre Binder, Nachkomme der berühmten Wagenbauer Familie Binder hat uns, aus seinem Archive Bilder von Signaturen der einzeln Binder-Firmen zu kommen lassen. Dies wird die Zuordnung der Fahrzeuge zu den jeweiligen Firmen einfacher machen.


 

 


Bedruckter Linoleum / Taylorware für Kutschen und Schlitten

vom: 22.08.2010, 14:55

 

 

Schaut man heutzutage in eine restaurierte Kutsche sieht man meistens auf dem Boden schwarze Gummi-Beläge ,sehr oft und das ist absolut falsch Riefengummimatten, etwas besser dann schon der Pyramidengummi auch Diamantgummi genannt.
Der Großteil der Kutscherbesitzer ist der Meinung damit historisch gesehen richtig zu liegen.
Aber leider in vielen Fällen weit gefehlt.
 


 

 


Das Museum von Vaux le Vicomte in Frankreich

vom: 20.08.2010, 05:32

 

 

 

Wir laden Sie heute ein das Kutschen Museum vonVaux le Vicomte, das in einer der schönsten Schlossanlagen Frankreich beherbergt wird zu besuchen


 

 


Postwagen

vom: 19.08.2010, 06:31

 

 

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Durch die Mithilfe unserer Freunde sind wir in der Lage eine schöne Galerie mit Postwagen einzustellen.

H.B.P.

 

 


 

 

Lieber Kutschenfreund,
wir freuen uns Ihnen auf dieser Seite das größte, bis jetzt veröffentlichte Deutsche Wagenbauer-Verzeichnis des 19.  und  20.  Jahrhunderst zu Verfügung zu stellen, da dieses Verzeichnis sicherlich noch nicht lückenlos ist, hoffen wir auf Ihre Unterstützung.

Mit unserern Seite verbinden wir keinerlei kommerzielles Interesse. Die Darstellung Ihrer Sammlung oder der Eintrag bei den Wagenbauern ist kostenlos.

Ebenso verhält es sich bei der Anmeldung im Forum.

Bitte übermitteln Sie uns Ihre Informationen ( Bilder,Texte,Dokumente) die Sie über Wagenbauer besitzen.Wir werden die Informationen dann unter dem entsprechenden Namen in der Kategorie Wagenbauer veröffentlichen.Sollten die Informationen umfangreich sein ,werden sie dann in einem eigenen Artikel nochmals separat beschreiben. Wir sind froh über jede, auch noch so kleine Information.

H.B.P.

 

 

Staats und Stadtwagen aus dem hannoverschen Marstall


 

 

Theodor Heinze beschreibt 1846 den Wagen und Wagenpferde Bestand als einen der schönsten seiner Zeit und kein anderer Hof in Deutschland hatte nach Heinze  mehr 8 oder 6 spännige Züge .Wir möchten Ihnen die Auflistung der Pferdezüge und einige der Wagen, die sich noch erhalten haben vorstellen.
 

Wir geben hier die Auflistung von Theodor Heinze wieder.
1.Staatszug mit 8 vom Bock gefahrenen weißgeborenen Hengsten
2 .Staatszug mit 8 vom Bock gefahrenen Isabell-Langschweif Hengste
3.Postzug mit 8 Falben-Hengste
4.Postzug mit 8 Mausefalben-Hengste
5. drei Postzüge mit je sechs braunen Hengsten
6. Postzug mit sechs braunen Stuten
7. zwei Postzüge mit sechs Rappen-Hengste
8. zwei Postzüge mit sechs Rappen-Stuten
9. Postzug mit sechs englischen Blauschimmel
10. Postzug mit 6 Isabell-Stuten
11. ein Maultierzug
12 ein sechs spänniger Fuchszug  des Kronprinzen
Zu den Wagen schreib Heinze: Ich sah zwei prächtige Staatswagen an den Künstlerisches Schnitzwerk, Gemälden und überaus viel Gold angebracht war.
Die gewöhnlichen Wagen hatten meistens braune Kästen und rote Gestelle.
In Hannover haben sich noch einige diesen Wagen erhalten, und können im Historischen Museum am Hohen Ufer besichtigt werden.

 

der Staatswagen des Prince of Wales seit 1814 Staatswagen Nr.1

 



 

 

Zum zweiten der Staatswagen Nr. 2
Der Phaeton des Prinzen Eduard
Das Coupé des Prince of Wales
Und ein Karussell –Schlitten Das Weiße Pferd

Hier geht es zur Bildergalerie

 

Historisches Museum am Hohen Ufer Hannover

Öffnungszeiten:

Di. 10.00 – 19.00 Uhr;
Mi. - Fr. 10.00 – 17.00 Uhr;
Sa., So. und an Feiertagen 10.00 - 18.00 Uhr;
Montags geschlossen
Pferdestr. 6
30159 Hannover
Telefon: (0511) 168-43052

http://www.hannover.de/hist_museum/index.html

 

H.B.P.

Quellen: Hippologische Reisen in Deutschland Theodor Heinze 1847

                Staats und Stadtwagen aus dem hannoverschen Marstall Alheidis von Rohr 1980


 



Holmes London


 

Die Firma - Holmes, H. & A, 38, Margaret-street  in London , zählte im 19 Jahrhundert zu den großen Kutschen-Fabrikanten in London.
 

Sie stellte regelmäßig auf den großen Ausstellung aus und Sie war Hoflieferant des englischen König-Hauses
Auf der Weltausstellung 1862 war Sie mit mehreren Fahrzeugen vertreten
Im Dickens's Dictionary of London, by Charles Dickens, Jr., 1879 gehört die Firma zu den 10 größten Coachbuilder
Sie können sich die Modelle aus einem alten Katalog der Firma anschauen

 

 

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H.B.P.

Quellen:1862 London Exhibition: Catalogue: Class 6          Dickens's Dictionary of London, by Charles Dickens, Jr., 1879



Omnibus-SchaffnerTasche


Heute stelle ich Ihnen ein Sammler --Objekt vor, das recht ungewöhnlich ist.
 

 

Eine Schaffnertasche der Pariser Omnibus Gesellschaft.Sie ist ca. 1890-1900 entstanden und gehörte zu dem Schaffner der zusammen mit dem Fahrer auf den Pferde-Omnibussen  Dienst hatte.Die Tasche ist in einem hervorragenden Originalzustand. Auf der Vorderseite
ist das Signum der Pariser Verkehrsbetriebe eingeprägt R.A.T.P. dem Vorläufer der 1949 unter dem gleichen Namen zusammen gefassten Verkehrsbetriebe, die bis heute immer noch, unter dem selber Namen bestehen.

 


 

 

 

Zu einem öffentlichen Omnibus der Jahrhundertwende gehörten immer ein Fahrer und der Schaffner, der sich um die Fahrgäste zu kümmern hatte.Er kassierte das Fahrgeld und verteilte die Plätze und sorgte für Ordnung im Omnibus.Der Fahrer kümmerte sich nur um die Pferde und den Verkehr.

 

H.B.P.



Hilfe zur Bestimmung von Binder Fahrzeugen


Herr Jean Pierre Binder, Nachkomme der berühmten Wagenbauer Familie Binder hat uns, aus seinem Archive Bilder von Signaturen der einzeln Binder-Firmen zu kommen lassen. Dies wird die Zuordnung der Fahrzeuge zu den jeweiligen Firmen einfacher machen.

Der Firmen Gründer  1806 bis 1846

 

 


Seine Söhne Charles, Louis, Jules 1847 bis 1877

 

 

 

 

Der Sohn Jules der den Betrieb weiterführt. ab 1877  bis 1903

 

 

 

Die Brüder Charles und  später Henry 1871 bis 1904

 

 

 

Henry Binder  1860 bis  1903  danach M.Cottenet

 

 

 

 

 

 

wir hoffen das Besitzer von Binder Fahrzeuge ihre Fahrzeuge jetzt besser zuordnen können

 

H.B.P.

Quelle : Jean Pierre BINDER Paris
 



Bedruckter Linoleum / Taylorware für Kutschen und Schlitten


 

Schaut man heutzutage in eine restaurierte Kutsche sieht man meistens auf dem Boden schwarze Gummi-Beläge ,sehr oft und das ist absolut falsch Riefengummimatten, etwas besser dann schon der Pyramidengummi auch Diamantgummi genannt.
Der Großteil der Kutscherbesitzer ist der Meinung damit historisch gesehen richtig zu liegen.
Aber leider in vielen Fällen weit gefehlt.
 

Zum ersten, linierten schwarzen Gummiboden hat es bis 1910 eigentlich nicht in Kutschen gegeben ,es ist wahrscheinlich eine Erfindung im Zusammenhang mit Automobilen.
Die verschiedenen Gummi-Matten wurden meistens ,bei sportlichen oder gewerblich genutzten Fahrzeugen benutzt,
bei höherstehenden Fahrzeugen kam meistens Linoleum zur Verwendung.
Im Innenbereich von gedeckten Kutschen ,auch unter den Teppichen der verschiedensten Kategorien., da so der Fussboden, eine weitere Isolierung hatte und gut gereinigt werden konnte.
Dieser bedruckte Vorgänger des heutigen Linoleum, wurde ursprünglich einmal Taylorware, nach seinem englischen Erfinder J. Taylor genannt. Entstanden ist der bedruckte Linoleum schon relativ früh. Wir finden ihn auch in Fahrzeugen ab 1780, hier oft noch im Holzmodeldruck hergestellt und teilweise noch von Hand nachliniert oder gemalt.

Der bedruckte Linoleum besteht aus einer Kautschuk-Korkschicht und wird mit Hitze und Walzen auf ein Jutegewebe übertragen um den Linoleum reißfest zu machen.
 

 

 

Bei Linoleum kamen Muster vor, die nach unserem heutigen Geschmack, vielleicht bedenklich erscheinen, aber eben besonders im 19 und frühen 20 Jahrhundert verwendet wurden. Dieter Gaiser hat sich jahrelang mit diesem Thema beschäftig und sich eine Druckmaschine gebaut um den Linoleum genau wie original, herzustellen und zu bedrucken,
Er legt auch großen Wert auf die Verwendung der originalen Materialien und Grundstoffe wie Korkgranulat ,Kautschuk und Jute.
Bis zu 24 verschiedene Muster lassen sich mittlerweile durch die vorhandenen Druckstöcke herstellen .Dies in allen gewünschten Farbkombinationen. Anfangs nur mit schwarzer Grundfarbe lieferbar, gibt es mittlerweile auch die Grundfarben beige, hellgrau, braun und rehbraun, sowie rot und weiß.
Wir bilden die verschiedenen Muster in einer speziellen
Galerie ab. 
 

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Sollten Sie mehr spezifische Informationen benötigen, dann setzen Sie sich bitte direkt mit Dieter Gaiser in Verbindung.
Die Adresse finden Sie auf seiner Internetseite        http://gaisercarriages.de/old/index2.php

 

H.B.P.
 



Das Museum von Vaux le Vicomte in Frankreich


 

 

Wir laden Sie heute ein das Kutschen Museum vonVaux le Vicomte, das in einer der schönsten Schlossanlagen Frankreich beherbergt wird zu besuchen

Wenn Sie im Spätsommer ,oder Herbst die Möglichkeit haben einen Kurzurlaub zumachen, fahren Sie nach Frankreich, nach Vaux le Vicomte und machen Sie sich ein paar herrliche ,unvergessliche Tage, in einem der schönsten Schlösser Frankreichs.Es bietet sich für jeden Kunst-Garten und Kutschen –Liebhaber ein unvergessliches Erlebnis an.

 

 

Das Schloss wurde vom Finanzminister Ludwig des 14  ,  Fouquet 1646 gekauft und umgebaut. Dem französischen König ärgerte die Schönheit und Größe so, das er einem Tag nach der Eröffnung 1661 den Finanzminister verhaften ließ, ihn ins Gefängnis steckte und das Schloss enteignete.

 

 

Wir haben Ihnen in einer Galerie einen schönen Rundgang durch diese Kutschensammlung zusammen gestellt.
Viel Vergnügen,

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wenn Sie einen Besuch des Schlosses planen schauen Sie sich die Internetseite an dort finden sie alle Informationen.
 

 

http://www.vaux-le-vicomte.com/index.php

 

Text: H.B.P.

Quelle:Figoli Frankreich  « Les équipages : Vaux le Vicomte » de patrice Vogüé



Ausstellung Retrospective Paris 1900


 

 

 

Zur Weltausstellung 1900 in Paris gab es eine Rétrospective der Transportmittel der Vergangenheit,wir finden hier eine Menge von alten Fotos von musealen Fahrzeugen.Einige dieser Fahrzeuge sind heute noch erhalten ,andere leider verschollen.Die Ausstellung zeigt uns eine ganze Palette der verschiedenen Typen,vom Tragestuhl des 17 Jahrhunderts bis hin zum urbanen Transtortmittel des 19 Jahrhunderts.

 

 Tragessessel Sänfte Louis VIV Anfang 18 Jahrhundert Duc de Lorge

 

 

 


Sänfte Louis XV Mitte 18 Jahrhundert Mme. La Duchesse de Trevise

 

 


 

 

Vinaigrette -   18 Jahrhundert le Comte G.de Kergolay

 

 

 

Litiere    Einhängeksten für zwei Personen  Mitte 18 Jahrhundert M.Gatti

 

 

 

 

Ein  Säfte  von zwei Maultieren getragen Vicomte de Cholet

 

 

 

Fliguette Carrick 18 Jahrhundert M.Faurax

 

 

 

 

Petit Carrosse de Gala Louis XV Mitte 18 J.h. le comte de Armand

 

 

 

 

Chaise de post Postwagen 1789 Museum Trocadero

 

 

 

Schlitten von Königin Marie Antoinette ca 1780 le Comte Potocki

 

 

 

 

Schlitten von Kaiserin Josefine um 1805

 

 

 

H..B.P.

Quelle : Katalog der Ausstellung Verfasser

Quelle: Katalog der Weltausstellung 1900 Paris Verfasser



Die Wagenbauanstalt Kruse Husum


 

 

Eine bisher in der Fachliteratur nicht bekannte Wagenfabrik die auf dem Gebiet der Landfahrzeuge um 1900 zu den führenden Betrieben in Deutschland gezählt haben muß.Auf Grund der noch vorhandenen Aufzeichnungen geht hervor, das Kruse seine Fahrzeuge bis in den Süden Deutschlands z.B.Bayreuth verkauft hat.Die Firma Kruse besaß z.B. für den Bau von Viehtransportern mehrere Patente
 

Aus einem alten Firmenkatalog von 1903 zeigen wir eine Auswahl von Wagen die für Kutschenbesitzer von Wagen für die Landanspannung hoch interessant sein dürfte,da in dem Katolog die Preise von damals angegeben sind.

 

Die Innenseite des Kataloges zeigt einen Teil der Werkstatt und die Verkaufsräume

 

 

Nr. 1. Vis-ä-Vis-Wagen mit 2 Stühlen, ein gemütlicher Wagen für 4 Personen, Preis von Mk. 480,— an

 

 

Nr. 2. Vis-ä-vis-Wagen mit 1 gepolsterten Stuhl, Preis von Mk. 450,— an.

 

 

Nr. 3. Vis-ä-vis-Wagen mit abnehmbarein Bock für 4 und 6 Personen, Preis von Mk. 550,— an

 

 

Nr. 4. Selbstfahrer mit abnehmbarem Bock, mit kleinem Rück¬sitz für Kinder, Preis von 'Mir. 530,— an

 

 

Nr. 5. Landwagen mit 2 Stühlen, hinterer Stuhl zum Ab¬nehmen, Preis von Mk. 400,— an,

 

 

 

 

Nr. 6. a, b u, c. Selbstfahrer mit abnehmbarem Bock ; der Stuhl vom Bock als Rücksitz zu benutzen, Preis von Mk. 580,— an.

 

 

 

Nr. 7. a u. b. Phaeton mit 2 Stühlen, hinterer Stuhl zum Ab¬nehmen, eine Klappe dafür zum Einlegen, Preis von Mk. 520,— an. •

 

 

 

Nr. 8. a u. h. Oppenhehner, hinterer Stuhl zum Abnehmen und der hintere Kasten zum Einklappen, Preis von Mk. 500,=- an. •

 

 

 

Nr. 11. Gig mit halber Deichsel, die Deichselfederung hat D. R. G. M. Nr. 274001, ein sehr beliebter Wagen, sehr bequem zum Einsteigen und tadelloses. Fahren, Preis von Mk. 280,— an.

 

 

. Nr. 13. 4sitiiger Gig mit durchgehender Deichsel, Preis von Mk. 360,— an.

 

 

Nr. 14. 4sitziger Gig mit Deichsel wie Nr. 11, Preis von Mk. 380,— an.

 

 

Nr. 50. Vieh-Transportwagen, D. R. G. M. Nr. 483937.
Nr. 1, für ein- und zweispännig.
Wagen für 1 Stück Großvieh oder 2-3 Stück
Kleinvieh, 2 mal gestrichen, mit Firma Mk. 465, - mit Lackierung mehr „ 25,
mit Patent-Achsen 71 /1 50,
ohne Federn weniger „ 65,
 

Nr. 2, nur für zweispännig.
Wagen für 2 Stück Großvieh oder 4-6 Stück
Kleinvieh, 2mal gestrichen, mit Firma Mk. 520,
mit Lackierung mehr „ 30,
mit Patent-Achsen 60,
ohne Federn weniger „ 80,
 

 

 

H.B.P.

Quelle: Archiv  Nordfriesland

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Kutscher und Bockdiener


 

Um allen denjenigen eine Hilfestellung zu geben, die selbst nicht über eine große Bibliothek verfügen, bilden wir aus einigen der wichtigsten Bücher, die Fotos von Kutscher und Grooms ab.

Ein Satz von Graf Wrangel zu Anfang, der glaube ich, auch heute noch Bestand hat.


Stilgerechte und vorschriftsmäßige Wagen. Geschirre und Kleidung sind nicht teurer, als
stillose und unvorschriftsmäßige, wohl aber zweckentsprechend und schöner

 



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Hermann Lange Jauer in Schlesien


 

Hermann Lange Jauer in Schlesien ist eine bisher in der Kutschenliteratur unbekannte Firma.

Sieht man sich den  Katalog vom Anfang des 20 Jahrhunderts an  ist man sehr erstaunt über die Grösse des Katalogs er besitzt 108 Seiten , 207 verschiedene Kutschenmodelle und 26 Schlitten.Dies ist beeindruckend da ich in den vielen Jahre in denen ich alte Dokumente über Kutsche sammle,fast nie ,selbst von sehr renomierten Wagenfabrikanten ,so eine Auswahll gesehen habe.Die Firma hat ausser Coachs und Galawagen die gesammte Modellpalette von bekannten Kutschenmodellen inkls.Gewerbefahrzeuge,Leichenwagen und Schlitten.Sie können sich eine Auswahl hier ansehen.

Sehr interessant für den Kutschen Besitzer ist eine Anleitung zur Aufbewahrung und Behandlung der Wagen,

Die neuen oder neu lackierten Wagen müssen sofort nach dem Eintreffen in der Remise gewaschen werden. Schmutz, welcher auf dem Lack nicht zum Trocknen kommt, hinterlässt keine Spuren. Das Waschen muss mit recht vielem Wasser geschehen, damit der Kot ‚ohne Zuhilfenahme der Bürste sich durch das Abgießen loslöst Die Wagen dürfen weder in der Sonne noch bei Frost gewaschen werden. Der Wagen, welcher gewaschen worden ist, muss mit der größten Sorgfalt an allen seinen Teilen abgeledert und getrocknet werden, besonders an den wenig zugänglichen Teilen, wie Türen, Fugen und dem Unteren des Kastens. Frische Flecke auf den Lack sind rasch durch leichtes Reiben mit einem in Leinöl getauchten Stückchen Watte fortzubringen. Die lackierten Lederteile sind mit reinem Wasser zu waschen und gut abzutrocknen. Die Wagen, welche während des Sommers über in der Remise bleiben, müssen von Zeit zu Zeit wieder herausgenommen werden, um die Garnierung tüchtig zu klopfen und zu bürsten. Geräumige, trockene uni gut ventilierte Remisen sind die besten. Die unmittelbare Nachbarschaft eines Stalles, dessen ammoniakhaltige Ausdünstungen schnell den Lack und das Lackleder angreifen, ist zu vermeiden. Die Achsen sind mit gereinigtem Ochsenpfotenfett zu ölen, diese Oelungen sind bei gewöhnlichem Gebrauch mindestens alle 2-3 Monate zu erneuern. Die Wagen, welche eine Zeit unbenutzt gestanden haben, sind vor dem Gebrauch gut nachzusehen, namentlich die Achsen neu zu ölen. Sobald ein Wagen auf der Eisenbahn transportiert worden ist, ist es Bedingung, die Achsen zu untersuchen, bevor der Wagen die Lore verlässt

 

 

 

Ebenfalls interessant in bereits die angebotenen Neuheiten wie z.B. elektrisches Licht  und Wärmeanlagen.

 

Hickory-Bügel-Räder.
Für größre Wagen, als Landauer, Coupes , Landaulets etc. verwende ich fast ausschlieselich
Bügelräder aus unserem besten zähen Gebirgs-Eschenholz oder
aus erstklassigem Hickory-Holz,
wodurch dieselben bei einem leichteren Ansehen eine größtmöglichte Dauerhaftigkeit erhalten.
Auf besonderes 'Wunsch und Bestellung liefere ich ferner auch Gummi-Räder aus bestem Material und bestem elastischen Vollgummi-Reifen vorzüglichsten Fabrikates.
Ebenso  Anlagen für elektrische Beleuchtung der Wagen durch elektrische Accumulatoren neuester Konstruktion
Desgleichen Wärme-Anlagen zur Beheizung des Wagen-inneren nach neustem System. Alles zu zeitgemäß billigsten Preisen

 

 

Bemerkenswert ist auch das grosse Angebot an Schlitten die allen einen sehr gediegenen Eindruck machen.Sollte es vielleicht einen Hinweis sein den großen Schlitten Kaiser Schlitten zu nennen.

 

Hier gehts zur Galerie von Hermann Lange Jauer

H.B.P.

Quelle Illustrierter  Katalog   der Wagenfabrik  Hermann Lange Jauer in Schlesien   Verfasser



Fuerstlicher Marstall Schloss Rheda


In Rheda Wiedenbrück finden Sie in Schloß Rheda eine Sammlung von Kutschen aus dem Hause zu Bentheim Tecklenburg

 

Das Schloss Rheda

 

 

 

Dieser leichte Zweispänner-Reisewagen brachte Graf Moritz-Casimir  (1735 -1805) des öfteren in die Niederlande und nach Flandern.
Für eilige und zahlungsfähige Einzelreisende gab es auf den deutschen Postlinien ab etwa 1650 ähnliche Wagen, die »Postchaisen«.
Kräftige Holzachsen, Riemenaufhängung an großen C-Federn, doppelter Schwanenhals-Langbaum und die Art der Radbefestigung dokumentieren die Bauzeit: zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein »Haarbeutel« an der Kabinenrückseite nahm das kleine Reisegepäck auf: Schirme, Aktenrollen, Utensilien ...
 

 

 

 

Dieser Kutschentyp wurde in Berlin von Philipp von Chieze, dem Generalquartiermeister des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg entwickelt. Die Berline war ab Mitte des 18. Jahrhunderts die Standardkutsche schlechthin.
Auch die Rhedaer Berline ist schon über 200 Jahre alt. Die unterschiedliche Bau- und Stilart von Fahrgestell und Wagenkasten sowie abweichende Lackierungen lassen vermuten, daß die Bauteile nicht immer zusammengehörten. Auch dürften die Fensterrahmen ursprünglich verglast gewesen sein. Die hölzernen »Incognito«-Tafeln wurden dirzegen eingesetzt, wenn es aus Gründen der Diskretion angebracht war.
 

 

 

 

Der Rhedaer Landauer, gebaut um 1850, zeigt noch starke Verwandtschaft zur Berline. Allerdings machen beste Schmiede- und Stellmacherarbeit, vollversenkbare Türscheiben, wertvolle Innenausstattung, Silberbeschläge und ein kostbarer Bocksitzbehang diesen Landauer ebenfalls zu einem Halbgala-Wagen.

 

 

 

 

Dieses sogenannte Halbgala-Fahrzeug wurde noch unter Fürst Emil zu Bentheim-Tecklenburg angeschafft.
Hersteller war, wie die dezenten Firmenschilder unter den Türschwellen verraten, die Firma Friedrich Braun, Wagenfabricant, Hessen Cassel. Die Bauweise - geschweifter Langbaum und C-Federn - war bis Anfang des 19. Jahrhunderts weit verbreitet. Einzigartig an der Rhedaer Berline ist die exquisite Ausstattung, die vom hohen Anspruch des fürstlichen Auftraggebers zeugt.
 

 

.

 

Ursprünglich dürfte ein Halbverdeck die Herr¬schaften vor den Dienern optisch abgeschirmt haben. Die Diener standen erhöht auf der Lakaibrücke über der Hinterachse.
Die Fahrgestell-Konstruktion, die schweren Holzachsen und die Kastenaufhängung in S-Federn kombiniert mit Lederbändern weisen auf die Bauzeit hin: Ende 18. Jahrhundert.
Dank des schwanenhalsförmigen Langbaums konnte der Kutscher, um scharf zu wenden, die Räder an der »Nase« durchlaufen lassen.
 

 

 

 

Der Benjamin unter den Rhedaer Kutschen weist alle wesentlichen Bauelemente eines Großwagens auf: Federung, doppelter Langbaum, Polsterung und sogar eine schönbemalte Rückseite.
Der Kinder-Spazierwagen wurde vom Pony oder von Hand gezogen. Und sicher auch mehr als ein¬mal vom gräflichen Vater Moritz-Casimir II, der ihn damals bauen ließ.
 

Die weiteren Exponate der Sammlung:
 Der große, ganz aus Holz gearbeitete Gesellschaftsschlitten.
 Der herrschaftliche Schlitten, der bis 1939 in Gebrauch war. O Der Napoleon-Schlitten mit seinen bunten Schnitzornamenten und dem schieläugigen Hofnarren als Gallionsfigur.
Wie es heißt, reiste Napoleon nach dem verlorenen Feldzug gegen Rußland mit diesem schönen Barockschlitten ein Stück Weges zurück nach Frankreich.
 Der Feuerwehrwagen mit Doppelhebelpumpe von 1788 und den sechs Ledereimern aus etwa demselben Jahr.
 Die diversen Handschiebeschlitten.
 Der zweirädrige Botenwagen für den Fürstlichen Courier.
 Der Fourgon, ein französischer »Fernlaster« mit immerhin gut 1500 kg Zuladung!
Für die oft wertvollen Transporte war der Fourgon rückseitig räuber- s sicher präpariert: mit einem schweren Riegelverschluß und gegen un¬gebetene Mitfahrer mit kräftigen Zinken auf der Trittbrettplatte.
 Der sportliche Spider-Phaeton, gebaut von P. Scheurer & Co, Düsseldorf t! Der herrschaftliche Selbstfahrer saß vorn auf dem komfortablen, wettergeschützten Bock, die »Grooms« saßen hinten.
 Die alte Kalesche für kleine Ausfahrten in Stadt und Land.
 In einem besonderen Raum sind die verschiedensten Militär-, Luxus-und Damensättel ausgestellt, dazu Zaumzeuge, Zügel, Leinen sowie Arbeits- und Kutschengeschirre in Kummet- und Brustblattausführung. Dazu Reit- und Fahrgebisse aller Art, Wagenheber, bremsende »Hemmschuhe« sowie Prachtschabracken.

Auskunft

Fürstlich zu Bentheim Tecklenburgische Kanzlei

Steinweg 13 Telefon 05242/44243

4840 Rheda Wiedenbrück

 

 

Internationales Traditionsfahren am Schloss Rheda - 27.08.2010 bis 29.08.2010

 

Am Freitag ist ab 19 Uhr ein „Westfälischer Abend“ für die Fahrsportler und Gäste geplant. Ab 21 Uhr lockt ein Showprogramm mit großem Zapfenstreich im Schloss-Vorhof. Am Samstag prüfen die Richter ab neun Uhr sämtliche Gespanne auf ihren Zustand, bevor es zur Streckenfahrt zum Kloster Clarholz geht. Während der Strecke und am Kloster sind kniffelige Geschicklichkeiten zu bewältigen. Statt Pommesbude oder Gulaschkanone wartet im Klostergarten ein feines Picknick. Am Sonntag findet ab zehn Uhr die Ausfahrt durch den historischen Stadtkern von Rheda statt, anschließend geht es zur Endpräsentation in den Vorhof des Schlosses.
Der Eintritt am Freitag und Samstag ist frei, am Sonntag kostet er fünf Euro.

Infos im Internet unter:http://www.beckord-fem.de

 

 

H.B.P.

Quelle :Fürstlich zu Bentheim Tecklenburgische Kanzlei



Coaching um 1900 in Spa


 

Mit großer Freude können wir Ihnen alte Photographien zeigen die noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt wurden

In den Archiven des Museum in Spa hatten wir das Glück, bisher nicht veröffentlichte Photos aus der Zeit zwischen 1900 -1930 zu finden.
Die Photos zeigen Bilder von den Treffen des Coaching Clubs in Spa und von den jedes Jahr stattgefundenen Turniere.Wir können uns auf der Grund der Photos von der hohen Qualität der Equipagen beeindrucken lassen und kleinen Details aufnehmen die uns in den letzten 50 Jahren verloren gegangen sind.Erfreuen Sie sich an den alten Zeitdokumenten , die ,das kann Ihnen ein Sammler von alten Photos versichern, in der Vielzahl sehr selten zu Finden sind
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Photos sind alle in Spa und Umgebung zwischen 1898 und 1930 entstanden.Wir werden versuchen die Photos noch einzel zubeschreiben.

H.B.P.

Quelle: Museum Spa Begien       Musees de la Ville  d Eaux Spa



Retief de Ville in Paarl Suedafrika


 

Wir fanden einen Verkaufkatalog der Firma Retief de Ville und Co aus Südafrika.Der Katalog ist vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts

.In der Beschreibung steht das die Firma zum Zeitpunkt der Katalog Herausgabe schon 55 Jahre besteht. Der Katalog ist sehr komfortable ausgestattet und hat 93 Seiten .Das ist gemessen an europäischen Katalogen dieser Zeit enorm. Wir stellen Ihnen einen Teil der Kutschen vor, Sehr interessant ist die Form der Anspannung. Die sogenannte Cape Anspannung .Bei dieser Anspannung wird vorne an der Deichsel ein Joch an den beiden Geschirren befestigt .Dieses dient dann als Aufhalterung und

hält die Balance des zweirädrigen Wagens.Wir werden diese Anspannung noch im Detail in einem gesonderten Artikel beschreiben.

 

 
 


 



Kutschenmuseum in Neustadt (Dosse)


 

Direkt in der Graf von Lindenau-Halle, neben dem Areal des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt ist das Historische Kutschenmuseum zu besichtigen.
Zu sehen sind hier zahlreiche historische Pferdewagen, Kutschen und Schlitten der Baujahre 1703-1950.


 

Einige stammen aus dem alten Bestand des Brandenburgischen Haupt- und Landgestütes, bzw. wurden in den letzten Jahren dazugekauft und restauriert.
Andere sind Leihgaben von Kutschenbesitzern, die Ihre Kutschen der Öffentlichkeit präsentieren möchten Zu sehen sind unter anderem die Krönungskutsche von Friedrich Wilhelm II., der Reisewagen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm Großherzog von Mecklenburg-Strelitz und die Postkutsche, welche von 20 Pferden bei der Neustädter Hengstparade gezogen wird .
Neben den großen prunkvollen Kutschen, zeigt man auch Kutschen für die Jagd und  einige Schlitten.
 

 

 

Adresse:
Historisches Kutschenmuseum
Graf von Lindenau-Halle
Havelberger Str. 18 a
16845 Neustadt (Dosse)
Tel. 033970-13883 oder 50290       http://www.lindenau-halle.de/museum.html

 

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 09.00 - 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag u. Feiertags 12.00 - 16.00 Uhr
Änderungen vorbehalten

 

 

 H.B.P.

Quelle : Historisches Kutschenmuseum  Graf von Lindenau-Halle
 



Die Illustrierte Allgemeine Wagenbauzeitung


In den 1863 Jahren brachte Georg Meidinger aus München die Illustrierte Allgemeine Wagenbauzeitung heraus

Meidinger arbeitete zuerst als Werksführer in grossen Wagenfabriken Deutschlands ging danach nach seinen eigenen Angaben für einige Jahre nach Paris und London. Er muss gute Beziehungen zu den Pariser Guide du Carrossiers gehabt haben,da die meisten Abbildungen von Kutschen von diesem stammen

 

 

n der Ausgabe die uns vorliegt beschreibt er auch seine Abonnenten ,wovon Mengelbier aus Aachen ,Gmelch und Mayer aus München besonders hervorgehoben werden.(ob er dort gearbeitet hat ist nicht beschrieben ) Im Nachlass der Firma J. Mengelbier befindet sich dieses Exemplar der Zeitung. Meidinger beschreibt die Wagenbauer Situation der beiden Städte London und Paris ausführlich,stellt einige Kutschen Modelle vor und macht ausführliche Verbesserungsvorschläge über Arbeitsmethoden für die deutschen Wagenbauer .Nach seinen Aussagen waren die Arbeitsmethoden der deutschen Wagenbauer um 1860 noch sehr rückständig.

 

 

H.B.P.

Quelle :Nachlaß J.Mengelbier Stadtarchiv Aachen



Jacobi Hannover Linden


Die Wagenfabrik H.Jacobi Hannover-Linden

Die Firma wurde 1820 von Ludwig Jacobi gegründet,der als Schmied und Wagner arbeitete.Ab 1836 baute dieser seine Wagen selbstständig zusammen

.Aber erst mit seinem Sohn Heinrich, der 1854 in den Betrieb eintrat und ihn zwei Jahre später übernahm,wurde der Betrieb zur Wagenfabrik

 

 

 

Nach erfolgreich abgelegter Meisterprüfung erteilte ihm die Gemeinde Linden schließlich Anfang April 1856 die Niederlassungsberechtigung."Er baute den Betrieb ständig aus.

 

 

 

Zum Antrieb seines Sägewerks hatte sich Heinrich Jacobi eine 10 PS starke Dampfmaschine angeschafft, die er gegenüber, unmittelbar neben seiner Stellmacherei installierte. Von dort aus führte ein „schwerer Treibriemen" in das Sägewerk und außerdem in die neben ihm gelegene Schmiede. Hier und vermutlich auch in der ihr benachbarten Stellmacherei dürfte die Dampfmaschine zum Betriebe verschiedener Hilfsmaschinen gedient haben,

 

 

 

Hatte Heinrich Jacobi seinen Kunden zwischen 1854 und 1863 insgesamt zweihundert Wagen abliefern können, so vermochte er nach Einrichtung der dazu benötigten Werkstätten die Produktion bald erheblich zu steigern

 

 

 

 

Unter den Aufträgen dominierten die Kutschwagen unterschiedlicher Art und Größe, darunter seit 1864 auch die Pferde-Omnibusse für Fuhrunternehmer oder Hotels. Mit Kutschen, den „Luxuswagen", beschickte Heinrich Jacobi auch einige Ausstellungen: 1873 führte er auf der Wiener Weltausstellung „ein zweisitziges elegantes Coupe (No 511) vor, 1890 auf der Bremer Gewerbeausstellung ein „Natur-Phaeton mit Nußbaumtafeln amerikanischer Form oder im Jahr zuvor vier Kutschwagen auf der Gewerbeausstellung in Kassel, die er dort nicht allein gleich zu verkaufen vermochte, sondern die ihm außerdem noch „höchste Auszeichnungen" einbringen sollten."

 

 

 

.

 

Ob Heinrich Jacobi sen. noch erlebt hat, wie in seiner Firma die erste Karosserie auf ein Automobilfahrgestell montiert wurde, ist nicht eindeutig überliefert. Er starb im Juni 1899
mit dem Generationswechsel zu Heinrich Jacobi jun.begann zugleich auch ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Produktionsprogramms,es wurden immer mehr Automobile
gebaut. Ungefähr zu der Zeit, als der Landauer für das Herzoglich Sächsische Marstallamt in Meiningen entstand, ging Jacobi daran, Aufbauten für Lastkraftwagen und Autobusse zu bauen.
 

 

 

 

H.B.P.

Quelle:  Firmengeschichte  der Firma Heinrich Jabobi  Hannover von Dr.M.Mende

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Spencer Carriages Auktion bei Christies Teil II


 


Katalog Nr.196

Lady`s Phaeton spätes 19.J.h. Mulliner of Northampton

 


 

 

Schätzpreis  £3,000 - £5,000   3.300 €  - 5.500  €

Verkaufspreis • £5,250  -  5.750 €

 

Katalog Nr. 197

Park Phaeton  zweite Hälfte 19.Jh. Peters and Son London

 

 

Schätzpreis £3,000 - £5,000   3.500 €  -  5.500 €

Verkaufspreis : • £30,000     33.000 €

 

Katalog Nr. 198

Barouche mit C Federn  Barker and Co London

 

 

Schätzpreis .  £15,000 - £20,000   16.500 €  22.000 €

Verkaufspreis . • £51,650    56.650 €

 

Katalog Nr. 199

Private Coach  Mitte 19. J.h.  Holland and Holland London

 

 

Schätzpreis. £40,000 - £60,000   44.000 €  -  66.000 €

Verkaufspreis : £91,250   100.325 €

 

Katalog Nr. 200

Gala Coupé  zweite Hälfte 19 J.h.  Barker and Co London

 

 

Schätzpreis:£50,000 - £80,000   55.000 €  -  88.000 €

Verkaufspreis . • £133,250  146.575 €

 

Katalog Nr. 208

Coupé spätes 19 . J.h. Peters and Son London

 

 

Schätzpreis £5,000 - £7,000   5.500 €  -  7.700 €

Verkaufspreis . • £5,625   6.180 €

 

Katalog Nr. 209

Grosser  Einfahr Break Ende 19 J.h. Peters and Son

 

 

 

Schätzpreis . £7,000 - £10,000   7.000 € -  11.000  €

Verkaufspreis : • £32,450  35.550  €

 

Katalog Nr. 210

Omnibus Mitte 19 J.h. Peters and Son London

 

 

Schätzpreis : £8,000 - £12,000  8.800 €  13.200 €

Verkaufspreis : • £17,500  19.250 €

 

Katalog Nr. 211

Vierrad Ralli Cart Mulliner of Northampton

 

 

Schätzpreis . £2,000 - £3,000   2.200 €  - 3.300 €

Verkaufspreis : • £8,125  9.000 €

 

Katalog Nr. 212

Stanhope Phaeton  Mitte 19 J.h.  Peters and Son London

 

 

Schätzpreis £5,000 - £7,000   5.500 € 7.700 €

Verkaufspreis : • £20,000  22.000 €

 

Katalog Nr. 211

Schlitten 19 J.h.

 

 

Schätzpreis : £5,000 - £7,000   5.500 €  -  7.700 €

Verkaufspreis : • £20,000   22.000 €

 

Wenn man die Situation auf dem Antiquitäten Markt vergleicht, gibt es dort einen starken Preisrückgang.Bei den Kutschen ist dies bei dieser Auktion nicht so. Wir sollten das, als ein gutes
Zeichen sehen, da die Kutschen vom Preisniveau in den letzten Jahren sehr vernachlässigt waren,verglichen mit anderen Kunstobjekten.

 

H.B.P.

Quelle: Christies London
 



Die Hofwagenfabrik Diem Heilbronn


 

Im Artikel ,,Die Ställe von König Wilhelm II von Württemberg wurde berichtet ,das die meisten Kutschen am Hofe, von Firmen aus Württemberg geliefert wurden,insbesondere von zwei Wagen-Fabriken,, Nägele und Diem'' Von Diem können wir Ihnen durch die Unterstüzung von Dieter Gaiser etwas genauer berichten

(Chronologische Folge aus Dokumenten des Stadtarchivs in Heilbronn,
sowie den Adressbüchern der Stadt Heilbronn
und aus Seelenregister 1788 der Stadt Heilbronn) recherchiert und zusammen gestellt von Dieter Gaiser, Rübgarten

1652 Diem Georg, Wagner zugezogen aus Gaildorf/Schwäbisch Hall
( Legitimationsurkunden)
1656 Bürgerrecht in Heilbronn
1712 Diem, Johann Jacob Wagner
1780 Diem, Johann Georg Wagner
1788 Diem, Johann Andreas Georg.
Wagner und Christina Margaretha geb. Rettich
1827 Diem, Johann Georg Andreas Wagner
1832 Diem, Johann Georg Andreas Wagner
1836 Diem Philipp.Christian , Wagner, Sülmerstr.
1843 Diehm, Philipp Christian Wagnermeister. Sülmerstrasse
1851 Diehm, Christian Phil. Wagnerswitwe
1851 Diem Wilhelm ,Wagner Sülmerstrasse 21
geboren am 4. Februar 1832
gestorben in Göppingen am 15. Dez. 1895
1855 Diem Wilhelm, Wagner Sülmerstrasse 21
1859 Diem Wilhelm Wagner Sülmerstrasse 21
1860 Diem Wilhelm
geboren 5.September 1860
1861 Diem Wilhelm Wagner Sülmerstrasse 21
1865 Diem Wilhelm Wagner Sülmerstrasse 21
1869 Diem Wilhelm Wagner Sülmerstrasse 21
1872 Diem Wilhelm Wagner Sülmerstrasse 21 geb. 1832 gest. 1895
Kauft von Eichele, Zimmermeister in Heilbronn am ..............1872........das Grundstück Paulinenstrasse 15 u. 17

 

 

 

 

 

 

1872 Hofwagenfabrik W.Diem Heilbronn
Konzession als Wagenfabrik erhalten

1875 Diem Friedrich Wilhelm, Wagenfabrik, Paulinenstrasse 15
1879 Diem Friedrich Wilhelm Wagenfabrik Paulinenstrasse 15
1896 Wilhelm Diem
erhält den Hoflieferantentitel am 25 Februar 1896

 

 

1897 Baut den Landauer KE 83 für das Königliche Haus von Württemberg,
Ausstellung dieses Wagens in Heilbronn an der Gewerbeausstellung 1897
Besuch der Gewerbeausstellung von König Wilhelm, und Gemahlin
Übergabe des Wagens an seine Königlichen Hoheiten

 

KE 83 Landauer Diem Heilbronn Sammlung Scheidel

 

KE 112 Leibmilord der Königin Diem Heilbronn Privatsammlung

 

1901 Diem Friedrich Wilhelm Wagenfabrik Paulinenstrasse 15
1905 Diem Friedrich Wilhelm Wagenfabrik Paulinenstrasse 15


1905 Firma Karl Wilhelm Diem zieht um in die Weippertstrasse 33

1906 Verkauf der Grundstücke Paulinenstrasse 15 17
an Dr. Max Reichelhöfer Berlin Rechtsanwalt

jetzt Mieter des Anwesens:
Heilbronner Fahrzeugfabrik
Inhaber : Paul Günther, Bau von Automobilen, Militärfahrzeugen, Luxuswagen
Baut Automobile für den Königl.Hof in Württemberg, K&K.Wien und Thurn&Taxis Regensburg, übernimmt später 1909 in Berlin, Charlottenstrasse die Geschäftsräume von Neuss/Berlin

1906 Diem,Karl Wilhelm , Wagenfabrikant,
Geschäft: Weippertstrasse 33
Privatadresse: Sichererstrasse 18

1906 Geschäftsübergabe an L. Diem
1906 Diem, L. Weippertstrasse 33, Wagenfabrik (wohl Louis/Ludwig?)
1908 Diem, L. Weippertstrasse 33, Wagenfabrik
1909 Diem, L. Weippertstrasse 33, Wagenfabrik

1909 Verkauf an A.Klein Wagenbauanstalt,
diese firmiert bis 1946 mit Motormaschinen und Geräten
eventuell Übernahme mit Restbestand von Fahrzeugen??
(Vergleiche dazu Omnibus Sammlung Scheidel Mannheim mit 2 Herstellerschildern(Klein am Kutschbock, W.Diem auf den Ölkapseln)

1915 Wilhelm Diem zieht mit 2 Töchtern nach Untertürkheim

1945 Teilzerstörung der Gebäude beim Luftangriff auf Heilbronn
2009 Abriss der Firmengebäude in der Paulinenstrasse

 

 

 

H.B.P.

Quelle: Archiv  Dieter Gaiser, Rübgarten
 



Die Kutschensammlung Werner und Marianne Niklas


 

 

Im Kurort Bad Wörishofen ,im Unter Allgäu gibt es die Kutschen Sammlung vom Werner und Marianne Niklas.Seit 1972 sammelt die Familie Niklas historische Kutschen, Schlitten und Accessoires sowie Kleidung 

Angeregt durch das hohe handwerkliche Können , der damaligen Handwerker, ist es der Familie Niklas ein Bestreben, diese Kunst zu erhalten und vor weiterem Verfall zu bewahren.So entstand in nunmehr 38 Jahren ein Zusammenfinden von weit über 100 Fahrzeugen wie sie um 1900 in gut situierten Herrschaftshäusern oder in großen Fuhrhaltereien anzutreffen waren .Herr Niklas bezeichnet sich selbst als Lohnkutscher,das soll heißen ,er vermietet seine Fahrzeuge für Ausfahrten,Hochzeiten oder für Filmaufnahmen. Die meisten Fahrzeuge der Sammlung befinden sich in fahrbereiten Zustand.Einen Teil der Fahrzeuge haben wir in einer Galerie für Sie zusammen gefasst.Die Sammlung kann nach telefonischer Voranmeldung besichtigt werden.
Werner und Marianne Niklas

 

Heimstraße 25
86825 Bad Wörishofen
Deutschland  

 

Tel 08247-4249 und
mobil unter 0171-3735169
per Fax 08247-5613 

http://www.kutschenniklas.de/kutschen.html

 

H.B.P.

Quelle : Werner und Marianne Niklas 

 

eine Auswahl an Kutschen der Sammlung Niklas


Hier gehts zur Galerie der Kutschensammlung von Werner und Marianne Niklas



Etappenfahrt Brest - Brest 1906


 

 

Aus Le Sport Universel Iillustre 1906

Die Bretagne war die Region in Frankreich mit der größten Pferde-Produktion.Ein 1/7 der gesamten französischen Pferde Population .

Ein Herr Jouanneau aus Brest hatte die Idee ,zur Werbung für die Rasse Bretone , eine Demonstration der Leistung ,eine Langstreckenfahrt durchzuführen. 

 

Von Brest nach Brest über 300 km. Dazu muss man erwähnen , dass die Straßen zu dieser Zeit in der Bretagne in einem sehr schlechten Zustand waren und die Höhenunterschiede der Strecke bei jeder Etappe beträchtlich . Die Fahrt ging über 4 Tage und 4 Etappen 

 

  

1.Etappe Brest > Morlaix 85 Km

2.Etappe Morlaix > Carhais 48 Km

3.Etappe Carhais > Quimper 75 Km

4.Etappe Quimper > Brest 92 km 

 

 

 

Es gab 32 Teilnehmer , 31 mit einem Pferd und 1 Teilnehmer mit zwei Pferden.

Auf der ersten Etappe war die Durchschnittsgeschwindigkeit der angekommenden Fahrer 18 Km/h

Nur 18 Teilnehmer kamen am 1. Etappenziel an. Der Tagessieger nach 3h 41 min Fahrzeit d.h.24 km/h  vollkommen anormal.

Am nächsten Tag nahmen 12 Teilnehmer die Fahrt wieder auf. Die 45 km sehr schweres Gelände wurden in 3 h 29 min absolviert. Der dritte Tag hatte noch 9 Teilnehmer am Start. Zwei fielen noch aus und am letzten Tag starten 7 Teilnehmer,die alle nach 92 km  am Ziel ankamen. 

 

 

 

 

Sieger wurde Bichette ,eine bretonische Halbblut Stute,vor Fanny und Etoile ,ebenfalls bretonisches Halbblut. 

 

 

 

 

 

Heute wäre es unvorstellbar,dass man Pferden so eine Strapaze zumuten würde.Schaut man sich die Wagen der Erstplatzieren an, handelt es sich um einfache,ungebremste Charette.(arme Pferde )

 

Text : H.B.P.

Quelle : Le Sport Universel Iillustre 1906 



Die Metz von Tessin'sche Sammlung


 

Wir möchten Ihnen in der nächsten Zeit die Kutschen Sammlungen in Deutschland vorstellen .Den Beginn macht die Sammlung von Jörg Heinrich Metz ,in Starzach-Felldorf ,Kreis Tübingen 

 

Herr Jörg Heinrich Metz begann schon in frühster Jugend sich für Pferde und Kutschen zu interessieren 1984 kaufte er seine erste Kutsche ,nach einer Fahrausbildung .Es begann eine große Leidenschaft. In den ersten Jahren ging es zuerst darum, alte Kutschen zu finden, mit denen er fahren konnte.

 

 

 

Eine Reihe dieser Fahrzeuge befinden sich heute nicht mehr in der Sammlung

 

 

 

 

Mit den Jahren und der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kutschen ,veränderten sich  die Sammler Perspektiven ,dazu sagt Herr Metz heute,

 ,,Eines meiner Ziele ist, die Entwicklung des Wagenbaus und die Vielfalt der Modelle breit angelegt zu zeigen. So fallen Wagen weg, die nur Platz beanspruchen, aber eigentlich nicht notwendig sind,,

Seit der Veröffentlichung des Buches über die Sammlung 2002 hat sich einiges verändert. Jörg Heinrich Metz gehört zu den Sammlern die,heute den Aufbau einer Sammlung von Kutschen ,wie an internationalen Kunst-Museen praktizieren, kunsthistorisch fundiert aufbauen möchten. d.h. Eine genaue Bestandsaufnahme des Wagen - Zustand . Was ist original ? Was ist ergänzt ? Dies wird genau dokumentiert . Eine große Unterstützung ist dabei Dieter Gaiser mit seinem Wissen als Restaurator.

 

 

 

 

 

Wenn Restauration notwendig, wird dies sehr behutsam und kunsthistorisch korrekt mit den gleichen Materialien wie in der Entstehungszeit gemacht.Die stellt natürlich die zuständigen Gewerke vor großen Aufgaben,viele der alten Materialien gibt es nicht mehr und so manches muss in aufwendiger Kleinarbeit erst wieder hergestellt werden. Sollen Wagen genutzt und nach heutigen Gesichtspunkt verkehrstechnisch sicher sein, werden alle Veränderungen präzise festgehalten.

Herr Metz erklärt uns die Veränderungen seit 2002. Diese Fahrzeuge wurden angeschafft

 

Ein großer Stanhope Phaeton in Originalzustand von Snutzel ,Brüssel,er hat an den Achsen eine besondere Art von Radlagerscheiben, vielleicht als Ersatz für Kugellager. 

 

 

 

 

eine französisches Reise-Gig (Stanhope Gig), in Frankreich Cabriolet, (wieder aufgebaut),

 

 

 

 

 

 

ein deutscher (Dresden) Kutschierschlitten, Siames-Schlitten (außer Fußboden alles original)

 

 

 

 

 

 

 

  

einige kleine Wagen und Schlitten und       u ein amerikanische Skeleton Break oder Einfahrwagen

 

ein amerikanischer George IV Phaeton, Henry Hooker New Haven USA He  HhhH

 

 

 

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ein Coupé-Schlitten von Gebr.Elsässer, Stuttgart (behutsam und nicht wirklich sichtbar gerichtet)

 

.

 

 

Lerchenfeld-Laudauer, von Mayer, München (innen original, außen neu lackiert)

 

 

 

 

 

ein Vis-à-vis Schlitten aus dem Thüringischen, ein- und zweispännig zu fahren, vom Fonds aus oder mit aufgesetztem Bock. (Originale Polsterung)

 

 

 

 

In den vergangenen Jahren wurden einige Fahrzeuge, jeweils nach langer Vorbereitung, sorgfältig und behutsam restauriert.. Als letztes Objekt der Crane Neck Phaeton .

 

 

 

 

ein historisch sehr bedeutender Wagen

 

 

 

Dies ist nur ein kleiner Teil der Sammlung die noch eine ganze Reihe von interessanten Kutschen und Objekten enthält. Diese können leider nicht alle vorstellt werden. Wir müssen noch erwähnen ,das Inventarverzeichnis der Sammlung ,ist als schönes Buch ,bei Herrn Metz zu beziehen.

Führungen durch die Sammlung macht Herr Metz für Begeisterte hin und wieder gerne, Gruppen bis 12 Personen max.und nach Voranmeldung.

Sie finden die Adresse und die Internetseite im Anschluss.

Wir hoffen das noch eine Reihe von Kutschen – Sammlern die gleiche Philosophie

vertritt, da wir die Kutsche ,nur als Kulturgut behalten können ,wenn wir sie so behandeln.

 

 

 

E-Mail: http://kontakt@kutschensammlung-metz.de

 Hier kommen Sie direkt zur Internetseite der Sammlung

http://kutschensammlung-metz.de/

 

 Wir haben in einer Galerie noch mehr Fotos der Sammlung zusammen gefaßt ,empfehlen aber , sich die Sammlung einmal in Natura anzuschauen ,es lohnt sich.

Hier geht's zur Galerie der Sammlung

Text :H.B.P.

Quelle: Herr Jörg Heinrich Metz .........Metz von Tessin'sche Sammlung



Reit und Fahrturniere in Spa Belgien um 1900


 

 

 

 

Überall in Europa möchte man wieder Fahrturniere in traditioneller Art durchführen ,Wenn man sieht , wie dies vor 110 Jahren sehr erfolgreich durchgeführt wurde ,dann können alte Berichte vielleicht dazu beitragen ,die heutigen Veranstaltungen gut und fürs Publikum interessant zu gestalten.

Im Museum von Spa fanden wir in den Archiven verschiedene Sport Zeitungen aus der Zeit um 1900 . Die alten Fotos und Berichte belegen, das die Fahrturniere in dieser Zeit ein großes Interesse beim Publikum hervor gerufen haben.

 

 

 

 

Die kleine Stadt Spa in den belgischen Ardennen war dabei in Europas ein Vorreiter, Steht doch in der französischen Sport Universel geschrieben.Das Spa jedes Jahr ein Vorbild für die französischen Städte Pau,Biaritz,Clermont-Ferrand und Le Touquet und in Deutschland für Aachen darstellt.Wir werden demnächst über die Anfänge des Turniers in Aachen berichten. 

 

 

 

 

 

 

Spa verfügte über einen Turnierplatz ,den heute viele Städte, gerne hätten. In der publizierten Zeichnung von 1906 sehen wir das der Turnierplatz für die verschiedenen Disziplinen gebaut wurden 

 

  

Bei Fahren kamen jeden Sommer in Spa Fahrer aus ganz Europa zusammen. z.B. im Wettbewerb für Coachs waren 1906 10 Teilnehmer dabei.Sie kamen aus Belgien ,Frankreich,England und Deutschland.Der deutsche Teilnehmer Herr Talbot ,war der Mitbegründer des Aachen Laurensberger Rennvereins 

 

 

 

Man kann sich das heute nur schwer vorstellen das die Wettbewerbe in Spa über 3 Wochen verteilt waren und laut des vorliegenden Original Programmheftes jeden Tag Wettbewerbe abgehalten wurden.Vom 5 bis 22 August 1906 wurden insgesamt 25 Wettbewerbe durchgeführt. 

 

 

Programmheft Spa 1906
 

Interessant ist das in Spa die Wettbewerbe für Coach oft mit einer Jagdmeute zusammen  durchgeführt  wurden. Dies könnte man vielleicht auch einmal überdenken ,im Herbst eine Jagdveranstaltung mit einem Traditions Fahren  zusammen zulegen. 

 

 

Fahrturniere in Spa um 1900

 

Text: H.B.P. 

Quellen .Le  Sport Universel Illustre 1906  uMu 

Musées de la Ville d'eaux - Spa  

 

Musées de la Ville d'eaux - Spa  

 

Hier gehts zur Galerie von SPA



Studebaker USA


 

Die Familie Studebaker wanderte Ende 18 Jahrhundert von Holland aus in die Vereinigten Staaten ein. der Vater und Sohn Studebaker waren Schmiede und Wagner 

 

John Studebaker machte sich 1835 in Ohio als Schmied und Wagner selbstständig.Er baute die Conestoga Wagons d.h. Geschlossene Kasten Wagen , die für die großen Trecks in den Westen gebraucht wurden 

 

 

 

 

Seine beiden Söhne H & C Studebaker machten sich 1852 in South Bend Indiana als Wagenfabrikanten selbstständig. Sie bauten eine Ganze Reihe von Kutschen Modellen und waren sehr schnell erfolgreich 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.Die Firma expandierte enorm ,nach einigen Jahren gehörte Studebaker zu den größten Kutschenherstellern der Vereinigten Staaten.Sie belieferten in der Folgezeit den Amerikanischen Staat mit Wagen fürs Militär aber auch mit Luxus  Fahrzeugen

 

 

 

So baute Studebaker die Kutschen für fast alle Amerikanischen Präsidenten,wovon einige bis heute erhalten sind.Sie befinden sich heute im Studebaker National Museum in South Bend Indiana USA 

    S

 

So baute Studebaker die Kutschen, für fast alle amerikanischen Präsidenten,  einige sind bis heute erhalten .Sie befinden sich  im Studebaker National Museum in South Bend Indiana USA 

 

 

 

Schon sehr früh wurde die Produktion sehr industriell angelegt.Wir sehen auf den Bildern Produktions Gebäude ,die für diese Zeit für europäische Verhältnisse unvorstellbar gewesen wären Die Ansichten der Holzbearbeitung und der Abteilung Kastenbau zeigen und dies sehr eindrucksvoll.

 

 

 

 

 

 

1919 stellte die Firma Studebaker die Kutschen Produktion ein und fertigte nur noch Automobile 

 

Text : H. B .P.

Quelle: History of The Studebaker Corporation  1923



Die Ställe von König Wilhelm II von Württemberg


  

Wir stellen hier einen wahrscheinlich historisch wertvollen Bericht aus der französischen Zeitung : le Sport Universel Illustre von 1908 vor 

 

 

 

 

 

 

Wilhelm II. (* 25. Februar 1848 in Stuttgart; † 2. Oktober 1921 in Schloss
Bebenhausen) war von 1891 bis 1918 der vierte und letzte König von
Württemberg 

 

 

 

 

König Wilhelm war ein bekannter Züchter und  Freund  des englischen Vollblut-Pferdes, das durch Rennen seine Qualität beweisen musste.
Gleichzeitig liebte er  Reiten und die Zucht von Reit und Fahrpferden.Er besaß in Weil ein Gestüt, dieses wurde von 1891 von Graf Geyr vonSchweppenburg geleitet.
Die Gebäude waren zwar schon älter aber sehr zweckmäßig eingerichtet.Die Reithalle wurde Anfang  des 19 Jh. Für das Schloss Solitude in Stuttgart gebaut,dort wegen einer neuen Straßenführung abgebaut , nach Weil geschafft und wieder aufgebaut. 

 

 

 

Der Pferde Bestand betrug gewöhnlich zwischen 100 bis 120 Tiere.
1908 waren es exakt 114

3  englische Vollblüter

2  Vollblut Araber

2   Anglo Araber

71 Halbblut Pferde

4 Holsteiner

4 amerikanische Pferde

4  Ungarn

20 verschiedene : Trakehner ,russische,galicische und andere deutsche Zuchtgebiete

Davon waren 25 Reitpferde und der  Rest Fahrpferde 

 

 

Die zwei schwarzen Hengste vor dem Coupé kamen aus Preußen 

 

 

 

Die 4 Füchse waren ebenfalls preußischer Abstammung aber teilweise in Weil geboren

 

 

4 Schimmel aus Ungarn vor einem Braek

 

 

Bei Ausfahrten trug das Personal rotschwarze Röcke mit goldenen Tressen.Wenn die Königin vierspännig a la d’aumont aus fuhr trugen die laquais gelbe Jacken.
Jeden Tag gab es eine gedruckte Tagesorder, in der alle Bediensteten ihre Aufgabe zugewiesen bekamen. Die Pferde wurden dreimal  täglich gefüttert und vor der Hafergabe getränkt. Zu jeder Zeit, Sommer wie Winter wurden den Pferden  wollene Decken aufgelegt. Der  Beschlag der Pferde war im Sommer glatt, im Winter mit Stollen. Der König selbst ließ es sich nicht nehmen, jedes Jahr mit einem jungen Pferd zu arbeiten.Jeden Tag ritt er mit seinem Lieblingspferd.  Im Winter ritten die gesamten Reiter des Hofes In der Reithalle zur Musik.

Der Fuhrpark umfasste 1908 112 Fahrzeuge, darunter

5   Gala Wagen

18  Landauer

13  Coupés

22  Victorias

Der Rest waren Jagdwagen, Cabriolets, Zweiradwagen, Dressurwagen und Wirtschaftswagen. Die meisten Wagen stammten  aus Württemberg, viele von Naegele aus Stuttgart aber es gab auch Wagen von großen europäischen Wagenfabrikanten.wie zum Beispiel von Mengelbier Aachen und Binder Paris
Für den Winter gab es 14 Schlitten, reich beschnitzt und mit Pelz garniert, die meisten für ein Pferd. Einige dieser Schlitten stammte noch aus der Zeit von Herzog Karl Eugen Der Großteil deser Schlitten hat sich glücklicher Weise bis heute erhalten und befindet sich im Schloss Urach in Bad Urach http://www.schloss-urach.de/de/schloss-urach/Prunkschlitten/240748.html 

.Die Geschirre waren alle sehr einfach von den Beschlägen, da der König zu viel Verzierung hasste. Er wollte die größte Eleganz durch Einfachheit. Er Sagte: Wir suchen die Harmonie ohne etwas zu überladen.

Der Berichterstatter der Zeitung bestätigt dem König eine große Kenntnis.

 

Text Übersetzung  H.B.P,

Quelle :  Le SPORT UNIVERSEL ILLUSTRE vom 4 Oktober 1908



 



Wilhelm Mengelbier J. Sohn Aachen


Nachdem wir die Firma Josef Mengelbier Aachen schon beschrieben haben folgt jetzt die Nachfolge Firma Wilhelm Mengelbier J.Sohn Aachen

 

Die Firma Wilhelm Mengelbier J. Sohn
Noch während der Liquidation kaufte Wilhelm Mengelbier die Grundstücke und Gebäude Alexanderstr. 31 zum 01.01.1871. Dort richtete er dann seine neue eigene Firma unter dem Namen Wilhelm Mengelbier J. Sohn ein. Bereits 1871 erhielt Wilhelm Mengelbier auch die ersten Patente und Prädikate als Hof-Wagenfabrikant, unter anderem auch vom preußischen König. Mit Vertrag vom 30.12.1884 übertrug er zum 01.01.1885 die Firma auf seinen Sohn Aloys Mengelbier (* 16.04.1856, ^ ) als alleinigem Geschäftsinhaber unter Aufnahme von Wilhelm Mengelbier und Julius Niedieck als Commanditisten und Anstellung von Carl Mengelbier als Prokurist. Auch Aloys Mengelbier ließ sich wiederum die Prädikate und Patente als Hof-Wagenfabrikant 1885/1886 bestätigen Carl Mengelbier schied jedoch zum 04.01.1886 bereits wieder als Prokurist aus der Firma aus, die im Folgenden u.a. von den Prokuristen Josef Leken (bis 03.05.1893) und Franz Bunsmann (ab 03.05.1893) betreut wurde. Bunsmann war vermutlich mindestens schon seit 1887 in der Firma tätig.

1908 musste die Firma Wilhelm Mengelbier J. Sohn schließlich die Liquidation beantragen. Am 29.04.1909 wurde beim Amtsgericht im Gesellschaftsregister eingetragen: Die Liquidation ist beendet, die Firma Wilhelm Mengelbier J.Sohn erloschen. Sowohl die Grundstücke an der Alexanderstr. 31 wie auch Reste der Firma wurden offensichtlich von Franz Bunsmann aus der Liquidation übernommen, denn bereits am 27.02.1909 firmiert dieser unter dem Briefkopf "Franz Bunsmann, vorm. Teilhaber der erloschenen Firma Wilh. Mengelbier J. Sohn, Hof-Wagenfabrik". Angelika Pauels Stadtarchiv

 

  Aachen Wilhelm Mengelbier hatte sehr gute internationale Beziehungen ,da er in Frankreich gelernt hatte, sprach er sehr gut französisch.Er war 1867 Mitglied der Jury für Kutschen bei der Weltausstellung in Paris,was eine besondere Ehre darstellte.Die Firma Wilhelm Mengelbier J. Sohn war für folgende Höfe Hoflieferant Preußen, Württemberg, Sachsen, Oldenburg und Altenburg.
Interessant ist noch eine Notartakte vom 07.01.1888 aus Köln in der die Firma Wilhelm Mengelbier J. Sohn ihren Mietvertrag für ihr Firmengelände mit den Fabrikationsgebäuden in Köln Friesenplatz 25 an die bekannte Wagenbau Firma ,,J.W.Untermöhle Hofwagenfabrik in Hildesheim“ verkauft.

 



 

Die meisten Wagen die wir von Mengelbier kennen sind mit Wilhelm Mengelbier J.Sohn Aachen sign. Dies bedeutend das diese Fahrzeuge ab 1871 bis 1909 hergesellt wurden.Dies gilt dann auch für die Berline aus der Sammlung Scheidel in Mannheim und den beiden Wagen die in Holland versteigert wurden.Ab 1909 hat Franz Bunsmann die Firma noch einige Jahre weitergeführt, wir wissen leider nicht ob und wie er die Kutschen sign. hat. 

 

 

 Text: H.B.P.

Quellen: Stadtarchiv Aachen

                 amtlicher Bericht über Austellung Paris 1867

                 Sammlung Scheidel Mannheim

                 Auktionshaus Hessing Niederlande



Henry Binder Paris


  Henry Binder geb.1830 gest.1901

Er machte zuerst eine Kariere bei der Marine, die er 1858 verlässt um sich selbstständig zu machen. Es ist möglich, das er zuerst einen anderen Karossier Betrieb übernahm. In den ersten 4 Jahren finden sich im Almanach du commerce 3 verschiedene Adressen. Ab 1863 ist es die Rue Colisée. Der Künstler Godefroy Durand hat in dieser Zeit eine Zeichnung angefertigt die, die Geschäfträume mit Glasgalerie und den ausgestellten Wagen zeigt.Es gibt eine Gala Berline und einen Landauer mit achtfacher Federung, was uns zeigt das Henry Binder schon nach kurzer Zeit im höchsten Luxussegment produzierte. 

 

 

 

 

 

 

Im April 1863 kaufen Henry und sein Bruder Charles das zuerst gemietete Anwesen und ein Grundstück,wo 1864 das große Holzlager ,, Henry Binder Place Ferdinand eingerichtet wird. 1869 wird Henry Binder Hoflieferant für Sultan Ottomann. (Bis heute haben sich Henry Binder Kutschen im Tokapi Palast in Istanbul erhalten) auch eine Reihe andere europäische Höfe machen Henry Binder zum Hoflieferanten. Henry Binder wirkt ebenfalls in vielen öffentlichen. Ämtern und gehört regelmäßig der Jury auf den verschiedenen Welt -Ausstellungen an.

 

Ab 1871 existieren 3 Firmen der Brüder Binder.

Binder -Binder-Freres ----Henry Binder---- Binder Ainé

Wir bleiben aber bei Henry Binder. Die Firma wird in den folgenden Jahren mit Preisen überhäuft, z.B. auf den Weltausstellungen 1878 -1889 Paris oder 1883 in Amsterdam .1882 nimmt Henry Binder den tanlenttierten Ingenieur M.Cottenet als Teilhaber in die Firma auf, die dieser nach dem Tode von Henry Binder 1901 weiterleitet.

Ab 1903 heißt die Firma Binder Henry ( M.Cottenet successeur ) bis 1922

1922 bis 1928 wieder Henry Binder

ab 1928 Binder Henry Aboucaya succeseurs bis 1940

Von 1913 an baut man bei Henry Binder Autos

1891 übernimmt Henry Binder nach den Tod seines Bruders Charles auch die Firma Binder Aine

 

Text und Übersetzng .H.B.P.  Quelle : Le Prince de la Carrosserie Jean Pierre Binder 



Ein Porträt von einem passionierten Restaurator


 

 

Den Anfang machte im Jahr 1972 der Kauf einer Chaise und eines Fahrpferdes.
Dieser Wagen stand mehr als 70 Jahre in eine Scheune und war stark restaurierungsbedürftig.
Unter Mithilfe damals schon sehr alter, erfahrener Handwerker wurde die Kutsche restauriert. Nach dem Ankauf von weiteren Pferdekutschen im selben Jahr, wuchs das Interesse an einer richtigen, originalgetreuen und historisch korrekten Restaurierung.Durch Kontakte zu namhaften Privatsammlern und staatlichen Museen konnte das Wissen kontinuierlich erweitert werden.

 

 

Diese Beziehungen bestehen noch heute und erlauben Herrn Gaiser
detaillierte und sorgfältige Recherchen und Vergleiche mit ähnlichen Kutschen. Bevor er die Restaurierung eines Fahrzeuges durchführt

Hierbei besonders hilfreich ist nicht nur das Bildarchiv mit zur Zeit mehr als 50.000 Bildern, sondern auch die eigene Bibliothek die über 1000 Bücher und Dokumente zum Thema Kutschen beinhaltet

 

Nach nun 38 Jahren Kutschenrestaurierung, hat Herr Gaiser sehr viele Ersatzteile, Polsterstoffe, Beschläge und Zubehör ständig am Lager.Originalgetreue Borden, bedruckte Linoleumböden, spezielle Polsterstoffe wie Wachstuch, Tapestry, Baumwollrips und Tuchstoff in original Qualität finden sie nur bei ihm.

 

Er hat sich ebenfalls seit 25 Jahren auf die Lederrestaurierung von Kotflügeln und Spritzleder spezialisiert.Egal wie stark diese beschädigt sind, er repariert und passt es so an das vorhandene originale Leder an, dass selbst Experten die Reparatur nicht erkennen können.Herr Gaiser arbeitet nicht nur im Bereich der musealen und konservatorischen Restaurierung, sondern er führt auch Ergänzungen und Rekonstruktionen von fehlenden Teilen  fachgerecht und detailgetreu aus. Das ganz besonderes Augenmerk gilt auch den historisch wertvollen Wagen und Schlitten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 

Egal wie stark diese beschädigt sind, er repariert und passt  es so an das vorhandene originale Leder an, dass selbst Experten die Reparatur nicht erkennen können.

Er arbeitet nicht nur im Bereich der musealen und konservatorischen Restaurierung, sondern führt auch Ergänzungen und Rekonstruktionen von fehlenden Teilen fachgerecht und detailgetreu aus.

Sein ganz besonderes Augenmerk gilt auch den historisch wertvollen Wagen und Schlitten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 

 

Vom einfachen bäuerlichen Handwagen bis zum Galawagen reicht die Palette der bisher restaurierten Fahrzeuge.

Die Arbeiten von Herrn Gaiser Finden sie nicht nur in privaten und herrschaftlichen Sammlungen, sondern auch bei vielen Fahrern, die Freude an unserer detaillierten Arbeit haben. Ebenfalls erstellt Herr Gaiser Kostenvoranschläge, Gutachten, Versicherungsexpertisen und Dokumentationen. Gerne können Sie ihn nach telefonischer Anmeldung in der Werkstatt besuchen, damit sie sich selbst ein Bild machen können.

 

 

 

Herr Gaiser wird in der nächsten Zeit ,hier auf der Webseite mit noch anderen Restauratoren aus Europa Beiträge zum Thema Kutschenrestauration verfassen.Zu diesem Zweck haben wir auf der Neuen Webseite ein Forum eingerichtet, auf dem alle Interressierte teilnehmen und sich austauschen können.Schauen Sie auch in unsere Adressenliste,dort können Sie eine Menge Adressen von Allem was mit Restauration zu tun hat finden.

 

Wenn Sie Herrn Gaiser kontaktieren wollen ,finden Sie im Anschluß seine Adresse.

Dieter E.Gaiser

Hauptstraße 41

D - 72124 Pliezhausen-Rübgarten

49 (0) 7127-88 258

49 (0) 172-77 01 163

email:Dieter.Gaiser@t-online.de

Internet:www.gaisercarriages.de

Text:H.B.P.

Quelle: Firma Gaiser

 

 

 



Firma Josef Mengelbier Aachen


Nach ausgiebiger Recherche können wir ihnen jetzt einen noch nicht viel bekannten Kutschen Fabrikanten vorstellen, der in der 1Hälfte des 19. Jahrhunderts im Bereich der Luxus Fahrzeuge zu den Großen zählt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Josef Mengelbier (* 27.11.1786, ^ 26.12.1863) ist der Gründer der Firma Josef Mengelbier Hofwagenfabrik. Er arbeitete zunächst in der Sattlerei seines Vaters Joseph Peter Mengelbier in Aachen, lernte dann jedoch in Paris den bis dahin in Deutschland noch wenig entwickelten Reisewagenbau.

Im Jahre 1823 erwarb Josef Mengelbier mehrere Grundstücke aus dem Gelände des ehemaligen Regulierherrenklosters an der späteren Alexanderstrasse und Heinzengasse und errichtete unter der Adresse Alexanderstrasse 31 Wohnhaus und Fabrikationsgebäude, wo er die Herstellung von Luxuswagen und Privatfuhrwerken wie auch deren Reparatur betrieb.

Sehr bald arbeitete auch sein ältester Sohn Aloys Mengelbier (* 09.06.1811, ^ 04.04.1853) mit in der Firma. Er soll ebenfalls in Frankreich gelernt haben. Da die Firma zunächst im deutschen Raum die einzige ihrer Art war, wurde sie schnell sehr

erfolgreich und auch weit über Preußen hinaus bekannt. Aus den wenigen erhaltenen Geschäftsbüchern ist ersichtlich, dass die Kunden sowohl aus Verviers, Eupen, Hasselt oder Brüssel wie auch aus Weimar, Warschau oder St. Petersburg kamen und sowohl dem Adel wie auch Großindustriellenkreisen angehörten. 1840 erhielt Josef Mengelbier vom preußischen König ein erstes Patent als Hof-Wagenfabrikant, dem noch viele weitere ähnliche Patente und Prädikate folgten (s. FIR 4-26).

Nach dem frühen Tod des ältesten Sohnes Aloys 1853 trat der zweitälteste Sohn Josef Mengelbier junior (* 19.12.1821, ^ 08.12.1863) mit in die Firmenleitung ein. Ab 1857 war auch der dritte Sohn, Wilhelm Mengelbier (* 28.03.1830, ^) mit an der Firma beteiligt. Nach dem Tod von Vater und Sohn Josef Mengelbier 1863 führte Wilhelm Mengelbier die Firma zunächst mit der Witwe seines Bruders Charlotte Mengelbier geb. Goll weiter. Im Jahre.

1866 trat dann auch der Sohn seines früh verstorbenen Bruders Aloys, Carl Mengelbier, der Firma bei. Offensichtlich kam es zu Missstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Familien, sodass die Firma Josef Mengelbier 1870 in Liquidation geriet.

Angelika Pauels -Stadtarchiv Aachen

 

 

Josef Mengelbier

 

Gala Berline

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auszug aus dem Geschäftsbuch über Verkäufe und Wartung von 1828-1851

Hier finden wir den Adel und die großen Industriellen der Zeit vertreten

1828 Maison Marechal findet man fast jeder Jahr mit Lieferungen von Kleinteilen

1830 Pelzer Verviers in den folg. Jahren immer wieder

Die Familie Pelzer gehörte zu den reichsten Industrie Magnaten in der Region

1831 John Cockerill Liege bestellte mehrere Calechen und Coupés in den folgenden Jahren

John Cockerill war der Sohn von William Cockerill dem Begründer der Lütticher Stahlindustrie..

1802-13/17: Als "William Cockerill" in Lüttich (s.d.). 1817 nach Seraing verlegt. Ab 1842 siehe: Société pour l'Exploitation des Etablissements ...; 1955-61: "SA Cockerill-Ougree". Lt. [Akten Oberbergamt Dortmund] auch Werk in Aachen

Die Familie Cockerill werden wir noch in den Artikeln über Spa und dem Aachen-Laurensberger Rennverein wiederfinden.

1833 Henri Cogel Anvers caleche Bristska 3420,.fl

 

1837 Baron Poswick Verviers

1838 Comte Oskar d’ansembourg 1 Caleche 1 deux roue 1caleche condole 3700,.fl

1840 Biolley Verviers Caleche 4311,-fl

1842 Caleche2650,-fl

1844 Brougham 2650,-fl

Phaeton 1800,-fl

Die Familie Biolley gehörte zu den einflußreichen Familien die dem Belgischem

Königshaus sehr nahe standen.

1845 Baron von Palland Harlem Clarence 2850,-fl

Baron von Loska n Warschau Coupe 3802,-fl

1846 Fürst Parkewitsch Warschau Reisewagen 6500,-fl

 

 

Caleche und coupe 8340,-fl 1848 coupe 6800,-fl

Baron von Armin Paris

1847 Marquise de Saftenay Berline 3890,-fl

Fürst Waldenburg-Zeil Coupe

Baron van der Straeten Liege Bougham 3440,-fl

 

Im Amtlichen Bericht über die Allgemeine Deutsche Gewerbe Ausstellung

von 1844 Band II finden wir über Mengelbier folgendes : Original Text

Nr.2792 J. Mengelbier Hofwagenfabrikant Aachen

 

 

Eine Britschka-Viktoria mit Druck und Telegraphen Federn aus englischem

Stahl und Collings-Achsen.

Die Stellmacher, Schmiede ,Sattler und Lackieren Arbeiten lassen nichts zu

wünschen übrig. Der Beschlag ist aus inländischen Eisen und die Bekleidung

aus Lyoner Seidenstoff gefertigt. Der Wagen hat eine hübsche Form und

ist durchweg vortrefflich ausgestattet . Der angegebene Preis ist zwar im

Vergleich mit den Berliner Preisen etwas hoch , aber der schönen , soliden

Arbeit ganz angemessen.

Ferner ein Seiner Majestät dem König gehöriger sechssitziger Park-

oder Gesellschaftwagen mit Bock und Bedientensitz versehen.

Der Wagen steht auf sechs Druckfedern, hat Patent-Achsen und ist von

sehr schöner gefälligen Form.

Alle Arbeiten sind höchst tüchtig und sauber ausgeführt, so wie dann auch die

ganz Konstruktion als gelungen zu bezeichnen ist.

 

 

In der seit 1818 bestehenden Fabrik sind Schmiede, Schlosser, Stell, Rad und

Kastenmacher, Schreiner, Sattler, Lackierer, Drexler und Bildhauer, zusammen

90 ausgelernte Arbeiter beschäftigt. Es werden jährlich circa 56 große Wagen

bloß auf Bestellung gebaut. Die Firma ist als eine der ersten in Deutschland

bekannt und hat sich auch im Ausland einen guten Ruf erworben, da ihre

Wagen nach Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Russland und noch andere

ausgeführt werden.

Nach dieser Aussage darf man davon aus gehen, daß die Firma Mengelbier für diese Zeit ein großer Betrieb war. Die Produktion von 56 Luxuswagen

in einem Jahr war enorm. Aus den Firmen Unterlagen können wir entnehmen , daß die reine Fertigung einer Gala Berline zwischen 6 bis 9 Wochen dauerte.

 

 

Aus dem Bericht der Expostion Universelle Paris 1867

61. Klasse: Kutschwagen und Wagnerarbeiten. — Hofwagenfabrikant

Friedrich Wilhelm Mengelbier in Aachen 417

 

 

 

Amtlicher Bericht der Allgemeine Deutsche Industrieausstellung München 1854

von I. Mengelbier in Aachen (Nr. 5587) Coupe im Auftrage der württcmbergischen Krone ausgeführt, mit vier C förmigen und vier elliptischen Federn, Vorder- und Hinterwagen durchgehend mit Stahl Langwied verbunden.

 

Die Originalzeichnung  vom Württembergischem Gala Coupé

 

Das Württembergische Galacoupé ist noch erhalten und steht im Barockschloss in Ludwigsburg.

 

In der Sammlung Scheidel Mannheim gibt es auch noch Fahrzeuge und Laternen.Wir werden

versuchen etwas über diese Fahrzeuge zu erfahren und davon berichten.

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Abbildungen handelt es sich um Original Zeichnungen aus dem Nachlaß

Mengelbier ,der sich im Stadtarchiv Aachen befindet.

In einem anderen Artikel werden wir den Fortgang der  Firmengeschichte Wilhelm Mengelbier beschreiben

 

 

 

Text:H.B.P.

Quellen : Stadtarchiv Aachen

: Staatsarchiv Verviers

: Amtlicher Bericht über die Allgemeine Deutsche Gewerbe Ausstellung

von 1844 Band II

Bericht über die Weltausstellung 1867 Paris

Amtlicher Bericht der Allgemeine Deutsche Industrieausstellung München 1854

: Auktionshaus Hessing Holland